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Requendel

ich bin 44 Jahre alt, lebe mit meinem Mann zusammen und betrachte mich als Asatru. Meinen Weg habe ich im Laufe der Jahre gefunden, er ist gekennzeichnet durch Suchen und Veränderungen, so viel ist passiert seit dem wir damals die „Mondtöchter“ gegründet hatte, dass ich es nicht mehr beschreiben kann.

Ich habe mich Stück für Stück mehr gefunden und versuche meinen Weg zu gehen. Dabei überprüfe ich immer wieder inwieweit mein Leben zu meinen Ansichten und zu meinen spirituellen und politischen Gedanken passt. Mein Ziel ist es diese Kluft möglichst gering zu halten.

Politik und Spiritualität sind für mich untrennbar miteinander verknüpft.

Asatru ist für mich weniger eine Religion im Sinne von „an etwas glauben“ als eher eine Lebensweise. Ich versuche mein Wissen zu mehren und meine Auffassung von Asatru im hier und jetzt zu leben.

Ich bin zwar sehr an Geschichte interessiert, habe aber kein Interesse daran zu versuchen so zu leben wie damals, besser gesagt wie wir uns vorstellen wie damals gelebt wurde.

Das Heute ist mir wichtiger.

Ich freue mich über unsere neue Seite und auch über unsere neue offenere Struktur. Sie soll sich mehr mit Alltagsdingen beschäftigen, mit unseren Interessen und Hobbies.

Das kommt meinem Wunsch entgegen, mein spirituelles und religiöses Leben nicht mehr von meinem Alltag zu trennen.

Der Grundgedanke ist es, Netze zu weben. Bilden wir viele neue Verknüpfungen und Knoten. Knüpfen wir mit anderen Frauen an unserem weiten Netz.

(im September 2007, Requendel)

 


 

Caitlin 

ich bin 38 Jahre alt und Pagan Mama von zwei Kindern (Tochter geboren Sept. 2005 und Sohn geboren Juni 2007).

Ich gehe einen keltisch freifliegenden orientierten Weg das ist meine Lebensweise.

"Religion" würde ich dazu nicht sagen, das wäre mich zu sturr, zu sehr Schubalde. Wichtig ist mir offen zu sein und das auch meinen Kinder zu vermitteln.


Es gibt nicht nur diesen einen Weg.

Mein Glaube und mein Alltag sind untrennbar und fest miteinander verwoben.

(Jan.2008, Caitlin)

 


 

Sianna

Im realen Leben heiße ich Sandra, allerdings habe ich mich mittlerweile so an "Sianna" gewöhnt, dass ich mich mit diesem Namen viel mehr identifiziere.
Ich bin am 29.11.1971 in Bochum geboren und bis vor Kurzem auch dort hängengeblieben. Nun hat es mich und meine Familie (Mann und bisher 1 Sohn, * 21.05.06) aber nach Medebach ins tiefste
Hochsauerland verschlagen, wo wir uns den Traum vom Leben auf dem Lande erfüllen, mit jeder Menge Tieren zusammenleben und auf weiter Sicht auch einiges an Nahrungsmitteln selber anbauen möchten.

Dem Alten Weg folge ich bewußt nun seit gut 8 Jahren (d.h. etwa seit 2000), wobei ich feststelle, dass der naturreligiöse Glaube immer mehr zum festen Bestandteil unseres Familienleben wird. War alles zu Anfang irgendwie noch "außen vor", ist es mittlerweile "alltäglich" geworden (und das Wort jetzt bitte nicht negativ verstehen!).

Allerdings stelle ich immer wieder fest, dass ich auch bereits früher schon naturreligiös gewesen bin, dies nur noch nicht so benennen konnte. Ich kann mich noch gut an Erlebnisse mit den Naturgeistern, insbesondere mit Feen, erinnern.

Zum 18. Geburtstag bekam ich das Buch "Die Nebel von Avalon" und war sofort hin und weg von der Geschichte, hielt die dort beschriebene Religion der Großen Göttin allerdings für eine Fiktion der Autorin.
Mit Ende 20 habe ich das Buch erneut intensiv gelesen und diesmal habe ich danach "spaßeshalber" mal im WWW nach "Der Alte Weg", "Große Göttin", "Der Gehörnte" gesucht - und bin tatsächlich fündig
geworden. Ja, mehr noch: ich konnte feststellen, daß es ganz und gar keine Fiktion, sondern reine Realität ist. Der Alte Weg und die Göttin existieren wirklich! Von da an hatte ich endlich meinen Glauben gefunden, es war ein Gefühl der Nachhausekommen.

Auf eine Richtung festgelegt habe ich mich nicht. Ich halte es eher so, dass ich mir die jeweiligen Elemente der einzelnen Richtungen herauspicke und diese für mich verwende.

Ich bin einfach naturreligiös.

(März 2008, Sianna)